Lagarde geht vorzeitig – Klingbeil: Deutschland will bei der EZB-Spitze mitreden
Die EZB-Chefin hört am 7. Februar auf. Finanzminister Klingbeil kündigt an, Deutschland werde „sein Gewicht als größter Staat im Euroraum einbringen“.

Archivbild · Foto: Europäische Kommission - Audiovisueller Dienst, Claudio Centonze, Yügen, CE - Service audiovisuel, EC - Audiovisual Serv / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
EZB-Präsidentin Christine Lagarde gibt ihr Amt am 7. Februar 2027 auf, gut acht Monate vor dem regulären Ende ihrer Amtszeit Ende Oktober 2027. Das teilte die Europäische Zentralbank kurz vor ihrem Zinsentscheid mit. EU-Ratspräsident António Costa kündigte an, das Verfahren für die Nachfolge „noch heute“ einzuleiten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte: „Wir werden gemeinsam im Euroraum die künftige Spitze der EZB beraten und zeitnah entscheiden.“ Deutschland werde „sein Gewicht als größter Staat im Euroraum einbringen“. Er stehe dazu mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) und europäischen Amtskollegen in engem Austausch.
Als Favoriten gelten laut ZDFheute und dpa der frühere niederländische Notenbankchef Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernández de Cos, Chef der BIZ. Auch Bundesbank-Präsident Joachim Nagel ist im Gespräch. Ein Deutscher gilt aber als schwer durchsetzbar, weil mit Ursula von der Leyen bereits eine Deutsche die EU-Kommission führt.
