Arbeitsmarkt: IAB-Barometer steigt knapp über 100 Punkte
Die Aussichten am deutschen Arbeitsmarkt hellen sich leicht auf. Auch das Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt – in der Industrie und vor allem in der Autobranche wird aber weiter Personal abgebaut.

Symbolbild · Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt verbessern sich leicht. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg im Oktober um 0,3 auf 100,1 Punkte und liegt damit knapp über der Marke von 100 Punkten, ab der eine positive Entwicklung signalisiert wird. Klar positive Aussichten gab es laut Bericht seit 2023 nicht mehr; insgesamt ist eher von Stagnation die Rede. Die Teilkomponente für die Beschäftigung legte um 0,6 Punkte zu, das größte Plus seit der Erholung nach der Corona-Krise. Die Komponente für die Arbeitslosigkeit stieg um 0,1 Punkte.
„Mit stabilerer Konjunktur haben sich die Arbeitsmarktaussichten aus dem Tal gekämpft“, sagte IAB-Forscher Enzo Weber. Er dämpfte aber die Erwartungen: „Aber für mehr reicht es im Moment noch nicht.“ Und weiter: „Zu schwer wiegt die Hypothek der Industriekrise und der demografischen Schrumpfung.“ Im September war die Zahl der Arbeitslosen knapp unter die Marke von drei Millionen gefallen.
Auch das Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts stieg im Oktober leicht, die Unternehmen planen insgesamt etwas weniger Stellenabbau. In der Industrie hat sich die Lage allerdings eher verschlechtert, vor allem die Autobranche will weiter Personal abbauen. Hersteller von Elektronik und Datenverarbeitungsgeräten sowie Dienstleister wollen dagegen eher einstellen, der Bau baut leicht ab. Die Bundesagentur für Arbeit legt ihre Oktober-Zahlen am Freitag vor.
