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Abschiebeflug nach Kabul: Deutschland schickt 40 afghanische Straftäter zurück

Ein Charterflug aus Leipzig/Halle hat 40 verurteilte Afghanen nach Kabul gebracht. Seit Beginn der Wahlperiode wurden damit 303 Männer abgeschoben. Dobrindt spricht von einem festen Bestandteil der Politik.

Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle (Archivbild)

Archivbild · Foto: Molch-Entertainment / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Deutschland hat erneut Straftäter nach Afghanistan abgeschoben. Ein Charterflug mit 40 afghanischen Männern startete am Mittwoch am Flughafen Leipzig/Halle und landete in Kabul, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Nach Angaben des Ministeriums waren ausschließlich Männer an Bord, die in Deutschland Straftaten begangen haben – darunter Verurteilungen wegen Totschlags, Vergewaltigung, sexuellen Missbrauchs von Kindern, Körperverletzung und Drogenhandels.

Beteiligt waren zehn Bundesländer, darunter Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen. Seit Beginn der laufenden Wahlperiode wurden damit insgesamt 303 afghanische Männer abgeschoben. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte der „Bild“: „Straftäter müssen unser Land verlassen.“ Rückführungen nach Afghanistan seien ein „regelmäßiger und verlässlicher Bestandteil unserer Migrationspolitik“.

Die erste Sammelabschiebung nach der Machtübernahme der Taliban 2021 hatte es 2024 mit Hilfe Katars gegeben. Seit Februar 2026 fliegt die Bundespolizei auf Grundlage einer Vereinbarung mit den Taliban direkt nach Kabul. Am vergangenen Wochenende hatten Hunderte Menschen an mehreren deutschen Flughäfen gegen Abschiebungen protestiert.

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