Oscars: Akademie will mehr Festivals als Weg in die Auslands-Kategorie zulassen
Academy-Chef Bill Kramer kündigte beim Filmfestival Tokio an, die Liste der Festivals zu erweitern, deren Hauptpreis direkt für den Oscar als bester internationaler Film qualifiziert.
Foto: Sarran Hamilton / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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Ab den 99. Oscars können nicht englischsprachige Filme auch ohne Auswahl ihres Landes in die Kategorie „Bester internationaler Film“ gelangen – wenn sie den Hauptpreis eines von sechs Festivals gewinnen: Goldene Palme (Cannes), Goldener Löwe (Venedig), Goldener Bär (Berlinale), den Preis für den besten Film in Busan, den Großen Jurypreis World Cinema in Sundance oder den Platform Award in Toronto. Diese Liste soll wachsen, sagte Academy-Chef Bill Kramer am 28. Oktober auf einem Podium beim 39. Tokyo International Film Festival. „Unser Plan ist, die Zahl der Festivals zu erweitern“, zitiert ihn Deadline (übersetzt). Welche Festivals hinzukommen und ab wann, ließ er offen.
Tokio selbst steht bislang nicht auf der Liste – im Publikum wurde zweimal danach gefragt. Kramer antwortete laut Hollywood Reporter: „Bleiben Sie dran, wir fangen gerade erst an“ (übersetzt). Der Anteil der Akademie-Mitglieder außerhalb der USA sei von rund 5 Prozent vor zehn Jahren auf 25 Prozent gestiegen. Ab 2029 überträgt YouTube die Oscars weltweit kostenlos; Kramer sprach von 2,5 Milliarden potenziellen Zuschauern in mehr als 30 Sprachen.
Akademie-Präsidentin Lynette Howell Taylor betonte laut Variety, die Oscars würden auch im Zeitalter der KI „menschliche Exzellenz“ auszeichnen. Die Regeln der Auslands-Kategorie prüfe ein Exekutivkomitee jedes Jahr, ergänzte Meredith Shea, zuständig für Mitglieder, Impact und Branche. Die 99. Oscar-Verleihung findet am 14. März 2027 statt; zuletzt gewann „Sentimental Value“ den Preis für den besten internationalen Film.
