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Merz in Tokio: Deutschland und Japan rücken bei Rohstoffen, KI und Rüstung zusammen

Kanzler Merz und Japans Regierungschefin Takaichi unterzeichnen Erklärungen zu Wirtschaftssicherheit und Rohstoffen. Geprüft wird sogar ein gemeinsamer Kampfjet-Bau.

Japans Premierministerin Sanae Takaichi und Bundeskanzler Friedrich Merz (Archivbild)

Archivbild · Foto: 内閣広報室 / Cabinet Public Affairs Office / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi haben am Mittwoch in Tokio eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Beide Regierungen unterzeichneten eine Erklärung zur Wirtschaftssicherheit und eine weitere zu kritischen Rohstoffen. Ziel ist es nach Angaben der Bundesregierung, einseitige Abhängigkeiten zu verringern. „Japan und Deutschland sind Nachbarn“, sagte Merz – trotz der großen geografischen Entfernung.

Auch in der Sicherheits- und Rüstungspolitik wollen beide Länder enger kooperieren. Ein Prüfauftrag soll klären, ob eine Zusammenarbeit beim Bau von Kampfflugzeugen möglich ist. Mehr als 100 Bundeswehrsoldaten nahmen an der Übung „Keen Sword“ teil. „Unser Einsatz ist in keiner Weise aggressiv“, betonte Merz und fügte mit Blick auf Peking hinzu, Deutschland halte an seiner Ein-China-Politik fest.

Für Künstliche Intelligenz wird ein fester Dialog eingerichtet, außerdem soll der Austausch zu Halbleitern, 6G und Fusionsenergie wachsen. Zudem wurden nach Angaben von Merz mehr als 20 weitere Vereinbarungen geschlossen. Takaichi soll 2027 zu Regierungskonsultationen nach Berlin kommen, Japan wird Partnerland der Hannover Messe 2028.

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