EU-Kommission schlägt Klimaresilienz-Gesetz vor: Staaten sollen Zuständige benennen
Brüssel will von der Katastrophenreaktion zur Vorsorge kommen. Klimakommissar Wopke Hoekstra beziffert die Schäden durch Extremwetter in diesem Sommer auf über 100 Milliarden Euro.

Foto: European Commission Audiovisual Service / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Europäische Kommission hat am Dienstag den Vorschlag für ein europäisches Gesetz zur Klimaresilienz vorgelegt. Ziel ist, von der Reaktion auf Katastrophen zu vorbeugendem Schutz von Menschen, wichtigen Diensten und Infrastruktur zu kommen. Die Mitgliedstaaten sollen festlegen, ob nationale, regionale oder lokale Behörden für die Vorsorge zuständig sind. „Es liegt an den Mitgliedstaaten zu entscheiden, wo sie diese Verantwortung ansiedeln wollen“, sagte Klimakommissar Wopke Hoekstra laut Euronews.
Klimaszenarien sollen künftig bei der Planung neuer Straßen, Brücken und Wohnviertel berücksichtigt werden. Die wirtschaftlichen Schäden durch Extremwetter in diesem Sommer schätzt Hoekstra auf mehr als 100 Milliarden Euro. Die Projektionen der Kommission gehen für Europa von 2 Grad globaler Erwärmung bis 2050 und 3 Grad bis 2100 aus; nur rund 25 Prozent der klimagefährdeten Vermögenswerte sind versichert.
Als nächste Schritte kündigte die Kommission einen europäischen Hitzeplan, eine Allianz für Klimaversicherungen, eine Wasserinitiative und die Ermittlung der 100 am stärksten gefährdeten Regionen an. Neue Mittel für die Klimaanpassung von Haushalten wurden nicht angekündigt.
