Vorfall an der RAF Fairford: Zwei Männer nach Sicherheitsgesetz angeklagt
Einem wird Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes vorgeworfen. Die Regierung sieht eine Rolle Irans – Teherans Botschaft weist das zurück.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Die britische Staatsanwaltschaft CPS hat am Dienstag zwei 24-jährige britische Staatsbürger aus London im Zusammenhang mit dem Vorfall an der Luftwaffenbasis RAF Fairford angeklagt, die von US-Streitkräften genutzt wird. Einem der Männer wird vorgeworfen, zwischen dem 31. August und dem 28. September einen ausländischen Geheimdienst unterstützt zu haben. Der andere soll am 22. August zu einem für die Sicherheit Großbritanniens schädlichen Zweck in ein Sperrgebiet eingedrungen sein. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.
Am 27. September hatte die Polizei nahe der Basis im Westen Englands fünf Männer festgenommen. Anwohner einer nahen Stadt wurden in Sicherheit gebracht; in drei Transportern fand man Benzin, aber keinen Sprengstoff. Laut „Stars and Stripes“ zogen die USA am 4. Oktober alle zwölf B-1B-Bomber von dem Stützpunkt ab.
Premierminister Andy Burnham sagte, die Regierung gehe davon aus, dass Iran bei dem Vorfall „eine Rolle gespielt“ habe. Die iranische Botschaft in London wies die Vorwürfe als „unbegründete und böswillige Spekulationen“ zurück. Nach Polizeiangaben sind sechs weitere Männer gegen Kaution auf freiem Fuß.
