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Finnland und Norwegen rufen Putin an – Kritik aus Dänemark und Schweden

Präsident Stubb und Regierungschef Støre drängen Putin, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Der Kreml zeigt kein Entgegenkommen, Kopenhagen und Stockholm sehen den Alleingang skeptisch.

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Foto: Johannes Jansson / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 dk (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · DW News · youtube.com

Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre haben in einem seltenen Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen. Das Gespräch dauerte rund 90 Minuten. Die beiden forderten Putin auf, die Invasion der Ukraine zu beenden und über eine stabile Friedenslösung zu verhandeln. Stubb nannte das Gespräch „offen und substanziell“; ein Ende des Krieges erfordere direkte Gespräche. Anschließend telefonierten beide mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Der Kreml ließ keine Kompromissbereitschaft erkennen. Ein gerechter und dauerhafter Frieden sei nur möglich, wenn die „legitimen Interessen“ Russlands „vollständig und bedingungslos“ berücksichtigt würden, hieß es in Moskau. Zudem warf der Kreml EU- und Nato-Staaten vor, die Kämpfe zu verlängern. Stubb und Støre betonten, sie hätten für ihre Länder gesprochen, nicht im Namen Europas.

Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen zeigte sich nach eigenen Worten sehr skeptisch, die Initiative sei nicht mit Dänemark und den übrigen nordischen Partnern abgestimmt gewesen. Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson sagte, sein Eindruck sei, dass alle Frieden wollten außer Putin. Laut Euronews wird Anfang November in Abu Dhabi eine neue Verhandlungsrunde erwartet; Brüssel bereitet dafür ein gemeinsames Team von Kommission und Rat vor.

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