Fed lässt Zinsen kurz vor den Midterms unverändert – zwei Stimmen für Erhöhung
Die US-Notenbank belässt den Leitzins bei 3,75 bis 4 Prozent. Gouverneurin Cook und Cleveland-Fed-Chefin Hammack wollten eine Erhöhung. Fed-Chef Warsh sieht straffere Bedingungen.

Archivbild · Foto: Federalreserve / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 3,75 bis 4 Prozent belassen. Die Entscheidung fiel mit zehn zu zwei Stimmen: Gouverneurin Lisa Cook und die Präsidentin der Fed von Cleveland, Beth Hammack, sprachen sich für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt aus. Im September hatte die Fed den Leitzins erstmals seit drei Jahren erhöht.
In ihrer Erklärung bewertet die Notenbank die Wirtschaftsaktivität nun als „stark“ statt „solide“. Weitere Schritte macht sie von neuen Daten abhängig. Fed-Chef Kevin Warsh sagte, seit September hätten sich die Finanzierungsbedingungen für manche Unternehmen und Haushalte verschärft. Insgesamt seien sie straffer, er sei aber „nicht willens und nicht in der Lage“, sie als straff zu bezeichnen.
Die Sitzung fiel in die Woche vor den Kongresswahlen, bei denen die Lebenshaltungskosten ein zentrales Thema sind. Die Inflation lag im September nach AP-Angaben bei 3,7 Prozent, getrieben unter anderem von höheren Energiepreisen und dem Ausbau der KI-Infrastruktur. Präsident Donald Trump hatte die Zinserhöhung im September kritisiert. Die nächste Sitzung ist für den 8. und 9. Dezember angesetzt.
