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Israel-Wahl: Prognosen sehen kein Lager mit Mehrheit – Likud vorn

Laut Nachwahlbefragungen liegt die Opposition um Gadi Eisenkot vor Netanjahus Block, beide sind aber weit von 61 Sitzen entfernt. Die Auszählung kann bis Freitag dauern.

Archivbild: Gadi Eisenkot, Chef der Oppositionspartei Yashar

Archivbild · Foto: Ronen Horesh / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Nach der Parlamentswahl in Israel am 27. Oktober kommt laut Nachwahlbefragungen weder der Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch die Opposition um den früheren Generalstabschef Gadi Eisenkot auf eine Mehrheit in der Knesset mit 120 Sitzen. Die Prognosen von Kanal 12, Kanal 13 und Kan sehen das Oppositionslager bei 52 bis 53 Sitzen, Netanjahus Block bei 50. Der Likud wäre mit 24 bis 25 Sitzen stärkste Partei vor Eisenkots Partei Yashar mit 21 bis 23. Arabische Parteien kämen auf 17 bis 18 Sitze. Der Sender i24NEWS sah dagegen Netanjahus Block mit 55 zu 49 Sitzen vorn.

Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Zentralen Wahlausschusses bei 77,7 Prozent – so hoch wie seit 1999 nicht mehr. Eisenkot schrieb auf X: „Das Volk hat gesprochen, es hat die Netanjahu-Regierung entlassen.“ Netanjahu sagte in der Nacht, man warte noch auf die „wahren Ergebnisse“. Nachwahlbefragungen können vom Endergebnis deutlich abweichen.

Mehr als 650.000 Stimmen in doppelten Umschlägen werden gesondert gezählt, das kann laut Wahlausschuss bis Freitagmorgen dauern. Das amtliche Endergebnis ist für den 4. November angesetzt. Danach berät Präsident Isaac Herzog mit den Fraktionen und beauftragt einen Kandidaten mit der Regierungsbildung, der dafür bis zu 42 Tage Zeit hat.

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