Elterngeld soll erstmals seit 2007 steigen – Mindestbetrag 330, Höchstbetrag 1900 Euro
Das Familienministerium hat einen Gesetzentwurf in die Ressortabstimmung gegeben. Die zunächst geplante Kürzung der Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate ist vom Tisch.

Archivbild · Foto: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das Elterngeld soll erstmals seit seiner Einführung 2007 erhöht werden. Nach einem Gesetzentwurf des Bundesfamilienministeriums, der ZDFheute vorliegt, steigt der Mindestbetrag von 300 auf 330 Euro im Monat, der Höchstbetrag von 1800 auf 1900 Euro. Der Entwurf befindet sich in der regierungsinternen Abstimmung; ein Datum für das Inkrafttreten steht noch nicht fest.
Die Bezugsdauer von 14 Monaten bleibt erhalten, wenn jeder Elternteil mindestens vier Monate nimmt; ein früherer Plan, sie aus Spargründen um zwei Monate zu kürzen, wurde zurückgezogen. In den ersten vier Monaten je Elternteil sollen 80 Prozent des Nettoeinkommens vor der Geburt gezahlt werden, danach 50 Prozent. Beide Eltern sollen zudem wieder ohne Einschränkung gleichzeitig Elterngeld beziehen können.
Familienministerin Karin Prien (CDU) sagte der dpa: „Wir senden bewusst ein Zeichen an junge Familien: Wir unterstützen euch.“ Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hat das Elterngeld seit 2007 rund 38 Prozent an Kaufkraft verloren, weil es nie an die Inflation angepasst wurde.
