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Blutgerinnung im All: UCF-Video erklärt Experiment mit Knochenmarkzellen auf der ISS

Auf der ISS wurden erstmals Megakaryozyten gezüchtet – die Zellen, die Blutplättchen bilden. Ein Video der University of Central Florida erklärt, warum das für lange Missionen wichtig ist.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Animalculist / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · University of Central Florida · youtube.com

Mediziner der University of Central Florida (UCF) untersuchen, wie Raumflüge die Blutgerinnung verändern. Im Mittelpunkt stehen Megakaryozyten – große Zellen im Knochenmark, die Tausende Blutplättchen abgeben. In der Reihe „Research in 60 Seconds“ erklärt der Raumfahrtmediziner Hansjorg Schwertz die Arbeit; die Universität stellte den Beitrag am 26. Oktober vor, das Video folgte tags darauf.

Das Experiment gehört zur NASA-geförderten Studie MOON (Megakaryocytes Orbiting in Outer Space and Near Earth), an der auch Forscher der University of Utah beteiligt sind. Im Mai 2026 flogen menschliche Zellen mit einer SpaceX-Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation, wo Astronauten sie kultivierten. Die Zellen sind mit Fluoreszenzfarbstoff markiert, sodass das Team ihre Entwicklung aus der Ferne verfolgen kann. „Unser Experiment war das erste, das Megakaryozyten auf der Internationalen Raumstation gezüchtet hat“, sagt Schwertz.

Hintergrund: Bei Astronauten verändern sich im All Blutgerinnung und Immunregulation. Zu den ernüchternden Möglichkeiten zählt laut Schwertz ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel auf langen Missionen. Ergebnisse nennt die Universität noch nicht; geplant ist, die im Orbit gezüchteten Zellen mit Blutproben der Besatzung von vor und nach dem Flug zu vergleichen.

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