Konsumklima sinkt auf minus 30,8 – Konjunkturerwartung erstmals seit Irankrieg positiv
Die Kauflaune der Deutschen bleibt trübe: Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung geben nach. Auch der Tankrabatt bringt laut NIM keine spürbare Entlastung.

Symbolbild · Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich erneut leicht eingetrübt. Das Konsumklima des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) und der GfK sinkt für November auf minus 30,8 Punkte, nach minus 30,6 im Vormonat. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei minus 22,5 Punkten. Grundlage sind rund 2.000 Verbraucherinterviews, die vom 1. bis 12. Oktober geführt wurden.
Die Einkommenserwartung fiel um 0,7 auf minus 15,7 Punkte. Die Anschaffungsneigung verlor gut einen Punkt und steht bei minus 11,9 Punkten. Die Sparneigung ging um 4,3 auf 17,2 Punkte zurück. Die Inflation lag im September bei 3,3 Prozent, dem höchsten Stand seit Dezember 2023.
Einen Lichtblick sehen die Forscher bei der Konjunkturerwartung: Sie stieg zum sechsten Mal in Folge auf 2,1 Punkte und liegt damit erstmals seit Beginn des Irankriegs über der Nulllinie. „Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung ist da“, sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. Die Bereitschaft, mehr Geld auszugeben, ziehe aber noch nicht mit. Auch der Tankrabatt sorge offenbar nicht für die erhoffte Erleichterung, heißt es in der Mitteilung.
