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Ines Claus statt Ilse Aigner? CDU bringt eigene Kandidatin fürs Präsidentenamt ins Spiel

Die hessische CDU-Politikerin Ines Claus zeigt Interesse am Amt der Bundespräsidentin. Die CSU will Aigner – ein Streit in der Union droht. Merz will nach seiner Asienreise entscheiden.

Archivbild: Ines Claus im Hessischen Landtag, 2019

Archivbild · Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

In der Union gibt es einen neuen Namen für das Amt des Staatsoberhaupts: Ines Claus, stellvertretende CDU-Vorsitzende und Chefin der CDU-Landtagsfraktion in Hessen. Der „Rheinischen Post“ sagte die 49-jährige Volljuristin, es sei für sie „eine große Ehre, in diesem Zusammenhang genannt zu werden“. Zugleich mahnte sie ein „geordnetes Verfahren“ unter Beteiligung der Ministerpräsidenten, der Spitzen von CDU und CSU sowie des Koalitionspartners an. Laut der Zeitung ist Claus die Favoritin von Kanzler Friedrich Merz. Aus seinem Umfeld hieß es dagegen: „Merz hat sich weder festgelegt noch einen Vorschlag unterbreitet.“

Die CSU möchte Landtagspräsidentin Ilse Aigner im Schloss Bellevue sehen; SPD und Grüne haben sich bereits für sie ausgesprochen. Aus der CDU hieß es jedoch, ein Verzicht sei „nicht möglich“. Unionskreise beschrieben Claus laut „Rheinischer Post“ als „anerkannte, durchsetzungsstarke und respektable Politikerin“, ihr Nachteil sei die geringe bundesweite Bekanntheit. Nach dpa-Informationen sehen viele maßgebliche CDU-Politiker den Vorstoß kritisch.

Die Bundesversammlung wählt den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier am 30. Januar kommenden Jahres. Merz will nach seiner Rückkehr aus Asien in der kommenden Woche entscheiden. Genannt werden auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Annegret Kramp-Karrenbauer und Karin Prien.

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