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Gerinnsel absaugen statt operieren: Michigan-Video zeigt Gerät gegen Lungenembolie

Ein an der University of Michigan entwickeltes Kathetersystem saugt Blutgerinnsel aus den Lungenarterien und zerkleinert sie dabei. Die FDA hat das Hēlo-System freigegeben, ein Video zeigt es.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Michael Barera / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Michigan Engineering · youtube.com

Bei einer Lungenembolie verstopfen Blutgerinnsel die Lungenarterien – ein lebensbedrohlicher Notfall. An der University of Michigan entstand ein Verfahren, solche Gerinnsel über die Blutgefäße zu entfernen: Das Hēlo-Thrombektomiesystem saugt das Gerinnsel in einen Katheter, ein Rührelement dehnt und zerkleinert es, anschließend wird es abgesaugt. Ursprünglich war die Technik für die Schlaganfallbehandlung gedacht. Die Universität stellte das Gerät am 26. Oktober vor, Michigan Engineering veröffentlichte tags darauf ein kurzes Video.

Nach Angaben des Herstellers vom 12. Oktober hat die US-Arzneimittelbehörde FDA zwei sogenannte 510(k)-Freigaben erteilt: für das Thrombektomiesystem und für „Hēlo Return“, das abgesaugtes Blut filtert und dem Patienten zurückführt. Der Katheter ist demnach 15 French dick, der Fangtrichter an der Spitze 24 French. Grundlage der Entscheidung waren Daten der klinischen Studie ENGULF; die Angaben zum Blutverlust beziehen sich laut Hersteller auf 40 Patienten, bei denen das Blut zurückgeführt wurde.

Vermarktet wird das System von Endovascular Engineering (E2), einer 2020 gegründeten Ausgründung der Universität. Sie sammelte laut Universität 42 Millionen Dollar in einer Serie-B- und 80 Millionen Dollar in einer Serie-C-Finanzierung ein. Entwickelt wurde das Verfahren im Labor des Ingenieurprofessors Albert Shih gemeinsam mit Neurochirurgen. „Die FDA-Freigabe des Hēlo-Thrombektomiesystems markiert einen transformativen Fortschritt für Patienten mit Lungenembolie“, sagt Kelly Sexton, stellvertretende Vizepräsidentin der Universität für Forschung, Innovationspartnerschaften und wirtschaftliche Wirkung. Die Universität und der Neurochirurg Aditya Pandey sind finanziell an E2 beteiligt.

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