Chipzulieferer SUSS MicroTec beendet Produktion in Garching
Die SUSS MicroTec bündelt ihre Fertigung in Taiwan und im württembergischen Sternenfels. Rund 70 Beschäftigte sind betroffen, die Prognose für 2026 sinkt.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Der deutsche Ausrüster der Halbleiterindustrie SUSS MicroTec beendet die Produktion in Garching bei München. Anlagen und Module sollen künftig an den beiden größten Standorten gebaut werden: in Zhubei (Taiwan) und in Sternenfels (Baden-Württemberg). Betroffen sind nach Firmenangaben rund 70 Beschäftigte; der Stellenabbau soll sozialverträglich und im Dialog mit der Arbeitnehmervertretung erfolgen.
Die einmaligen Kosten der Verlagerung beziffert das Unternehmen auf rund 6,2 Millionen Euro, davon etwa 4,5 Millionen Euro im laufenden Jahr. Zugleich senkte SUSS die Prognose für 2026: Der Umsatz soll nun 405 bis 425 Millionen Euro statt 425 bis 485 Millionen Euro erreichen, die EBIT-Marge 5 bis 7 statt 8 bis 10 Prozent. Als Gründe nennt das Unternehmen Umsatzverschiebungen durch die Verlagerung und Engpässe bei einigen Bauteilen.
Laut Vorstandsmitglied Thomas Rohe macht die Neuordnung die Produktion besser skalierbar und bringt Kapazität näher an wichtige Kunden in Asien. Forschung und Entwicklung, Zentrale und Technologiefunktionen bleiben in Deutschland; in Karlsruhe entsteht ein Entwicklungs- und Anwendungszentrum. Der Auftragseingang lag im dritten Quartal auf hohem Niveau, der Auftragsbestand erreichte einen Höchststand. Die Aktie verlor am Dienstag zeitweise rund 11 Prozent.
