Wahlkampf in Texas: Trump kippt Bidens Methan-Regeln für Öl- und Gasförderer
Bei einem Auftritt für Senatskandidat Paxton in Lubbock kündigte Trump das Ende der Methan-Vorgaben an. Er verspricht 45 Milliarden Dollar Ersparnis, Umweltschützer sprechen von einem „Freifahrtschein“.

Archivbild · Foto: U.S. Environmental Protection Agency / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
US-Präsident Donald Trump hat eine Woche vor den Zwischenwahlen das Ende der unter seinem Vorgänger Joe Biden beschlossenen Methan-Regeln für die Öl- und Gasindustrie verkündet. „Ich beende offiziell Bidens teure und unnötige Methan-Vorschriften“, sagte Trump am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Lubbock (Texas) für den republikanischen Senatskandidaten Ken Paxton. Nach seinen Angaben spart der Schritt Verbrauchern und Förderern 45 Milliarden Dollar und macht 210 Millionen Barrel Öl zugänglich – laut AP etwa so viel, wie die USA in zehn Tagen verbrauchen.
Die Umweltbehörde EPA hatte die Änderungen bereits im September angekündigt: Das „Super Emitter Program“, das Unternehmen verpflichtet, große Methanlecks aufzuspüren und zu reparieren, soll wegfallen; für kleine Bohrlöcher sollen lockerere Vorgaben gelten. EPA-Chef Lee Zeldin argumentiert, die 2024 beschlossene Regel hätte 18 Milliarden Dollar gekostet. Trump steht wegen hoher Spritpreise infolge des Iran-Kriegs in der Kritik; die Lockerung soll mehr heimische Förderung anregen.
Umweltverbände kritisieren die Rücknahme scharf. Fred Krupp, Präsident des Environmental Defense Fund, sprach von einem „Freifahrtschein“ für die Unternehmen auf Kosten der Verbraucher: „Die EPA sollte diese Verschwendung bekämpfen, statt sie zu erleichtern.“ Laut AP ist Methan für etwa ein Drittel der klimaerwärmenden Treibhausgasemissionen verantwortlich. Trump trat am Dienstag auch in Corpus Christi auf.
