„Biermann“: Dokumentarfilm über den Liedermacher kommt am Donnerstag ins Kino
Jens Meurer porträtiert den 1976 aus der DDR ausgebürgerten Dichter und Sänger – mit Archivbildern, Stasi-Aufnahmen, rund 30 Liedern und Begegnungen mit Nina Hagen und Joachim Gauck.

Archivbild · Foto: Harald Krichel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Am Donnerstag, 29. Oktober, startet in den deutschen Kinos der Dokumentarfilm „Biermann“ über den Liedermacher und Dichter Wolf Biermann. Regie führte Jens Meurer, der Verleih ist Majestic. Der Film dauert 120 Minuten und ist laut Filmdienst ohne Altersbeschränkung freigegeben; pädagogisch empfohlen ist er ab 14 Jahren.
Laut Filmdienst erzählt der Film weitgehend chronologisch: von Biermanns Kindheit in Hamburg – sein Vater wurde in Auschwitz ermordet – über die Jahre in der DDR bis zum Kölner Konzert 1976 und zur Ausbürgerung während seiner Tournee im Westen. Meurer verbindet Konzert- und Vortragsaufnahmen, Archivmaterial, Familienfotos, Fernsehinterviews und Überwachungsfilme der Stasi mit rund 30 Liedern. Biermann trifft unter anderem die Musikerin Lina Maly, Wolfgang Niedecken, Joachim Gauck und seine Ziehtochter Nina Hagen.
Filmdienst-Kritiker Reinhard Kleber lobt das vielfältige Material und das einfühlsame Porträt, bemängelt aber, dass Biermanns mehr als 50 Jahre im Westen und sein späteres Werk zu kurz kämen; Filmdienst stuft den Film als „diskussionswert“ ein. Die Filmstarts-Redaktion vergibt 4 von 5 Punkten.
