Berlin --:--Mittwoch, 28. Oktober 2026
LIVE
DeutschlandNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Breaking NewsBerlin ·

Frauen betäubt und vergewaltigt: Berliner Landgericht will heute Urteil sprechen

Ein 69-Jähriger soll 14 Frauen mit Beruhigungsmitteln betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben. Die Anklage fordert 13 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung.

Kriminalgericht Moabit in Berlin (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Prozess um eine Serie von Vergewaltigungen unter Betäubung will das Landgericht Berlin am Mittwoch nach bisheriger Planung sein Urteil verkünden. Zuvor sollen am 15. Verhandlungstag die beiden Verteidiger plädieren. Die Staatsanwaltschaft fordert 13 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung.

Angeklagt ist ein 69-jähriger gelernter Elektriker wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Laut Anklage geht es um 22 Taten zwischen 2016 und 2022 an 14 Frauen aus Berlin und Brandenburg, die damals 50 bis 60 Jahre alt waren. Er soll sie über Dating-Portale kennengelernt haben – teils gab er sich als Polizeikommissar oder Bundeswehrpilot aus –, ihnen Beruhigungsmittel in alkoholische Getränke gemischt und die Taten gefilmt.

Viele der Frauen erfuhren erst durch die bei den Ermittlungen entdeckten Videos, was ihnen widerfahren war. Der Mann sitzt seit März in Untersuchungshaft und hat zu Prozessbeginn gestanden. Die Ermittlungen zu weiteren Fällen dauern an; Berichten zufolge könnten insgesamt bis zu 59 Frauen betroffen sein. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Mehr aus dem Ressort

← Deutschland