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England und Wales verbieten ab 6. November Pornos mit Würgeszenen

Wer Pornografie mit Würgen, Inzest-Szenen oder Erwachsenen in Kinderrollen besitzt oder verbreitet, macht sich künftig strafbar. Opferverbände begrüßen das, fordern aber Durchsetzung.

Gebäude des britischen Justizministeriums in London (Archivbild)

Archivbild · Foto: morebyless / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

In England und Wales gelten ab dem 6. November neue Straftatbestände für bestimmte pornografische Darstellungen. Nach dem Crime and Policing Act 2026 wird es strafbar, Pornografie zu besitzen oder zu veröffentlichen, die Würgen oder Ersticken zeigt, Sex zwischen bestimmten Verwandten oder Menschen, die vorgeben, verwandt zu sein, sowie Darstellungen, in denen Erwachsene Kinder unter 16 Jahren spielen. „Ab dem 6. November wird es illegal sein, Pornografie zu besitzen oder zu veröffentlichen, die Würgen oder Ersticken zeigt“, sagte die für Justiz zuständige Ministerin Alex Davies-Jones laut ITV News. „Es geht nicht darum, harmlose sexuelle Vorlieben zu kriminalisieren.“

Die Regierung reagiert damit auf parteiübergreifenden Druck. Die Empfehlungen gehen auf eine Untersuchung der konservativen Oberhaus-Abgeordneten Baroness Gabby Bertin zurück, die im Februar 2025 eine „völlige Abwesenheit staatlicher Kontrolle“ über die Branche beklagt hatte; die Neuregelung komme „keinen Moment zu früh“, sagte sie. Würgen ohne Todesfolge ist bereits strafbar, seine Darstellung im Netz bislang nicht. „Würgen kann schweren, dauerhaften Schaden anrichten und sogar zum Tod führen“, sagt Janaya Walker, Interimsdirektorin der End Violence Against Women Coalition.

Die Organisation begrüßt das Verbot, fordert aber eine konsequente Durchsetzung und eine Anpassung des Online Safety Act, damit Plattformen solche Inhalte entfernen müssen. Kritik kommt auch aus einer Petition, die laut LADbible eine Lücke sieht: Die Regel zu Rollenspielen greife nur, wenn Erwachsene Personen unter 16 Jahren darstellen; gefordert wird ein vollständiges Verbot von Schuluniformen in Pornografie. Davies-Jones bekräftigte, Besitz und Weitergabe von Pornografie, in der Erwachsene Kinder unter 16 spielen, würden mit Haft bedroht: „Pornografie darf den sexuellen Missbrauch von Kindern niemals normalisieren oder verherrlichen.“

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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