Berlin --:--Mittwoch, 28. Oktober 2026
LIVE
Leben & AlltagNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Leben & Alltag ·

Dynamische Preise im Netz: Dasselbe Produkt kann morgens mehr kosten als nachmittags

Die Verbraucherzentralen warnen vor schnell schwankenden Onlinepreisen. Bei Reifen und Autobatterien lagen einzelne Preise am Vormittag bis zu 30 Prozent über denen des Vornachmittags.

Symbolbild: Mini-Einkaufswagen neben einem Laptop

Symbolbild · Foto: Shixart1985 / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Onlinehandel können sich Preise innerhalb weniger Stunden ändern. Die Verbraucherzentralen weisen in einer am 22. Oktober 2026 aktualisierten Information darauf hin, wie das Verbraucherschutzforum berichtet, dass Kundinnen und Kunden für dasselbe Produkt je nach Kaufzeitpunkt unterschiedlich viel bezahlen können. Als Beispiel nennen sie Autoreifen und Autobatterien bei der Werkstattkette ATU: Dort lagen einzelne Preise am Vormittag laut Verbraucherzentralen um bis zu 30 Prozent über dem Preis des Vornachmittags.

Dynamische Preise sind in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Es gibt aber Regeln: Wirbt ein Händler mit einer Preisermäßigung, muss sich diese laut Preisangabenverordnung (Paragraf 11 PAngV) auf den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage beziehen. Wird ein Preis auf Grundlage automatisierter Entscheidungen personalisiert, muss der Händler laut Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (Artikel 246a EGBGB) vor dem Kauf darauf hinweisen.

Die Verbraucherzentralen raten, Preise bei mehreren seriösen Anbietern zu vergleichen, Gesamtpreise samt Versand zu prüfen und Preise ohne Zeitdruck über einige Tage zu beobachten. Das Thema trifft die Haushaltskassen in einer Phase, in der die Inflationsrate in Deutschland laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im September 2026 bei 3,3 Prozent lag.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

Mehr aus dem Ressort

← Leben & Alltag