Drohnen treffen Frachter vor Schabla – Sofia, Bukarest und Ankara vereinbaren Mechanismus
Während die Verteidigungsminister Bulgariens, Rumäniens und der Türkei in Sofia tagten, wurde ein Containerschiff vor der Küste von drei Seedrohnen getroffen. Die 18 Seeleute sind in Sicherheit.

Symbolbild · Foto: MrPanyGoff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ein Containerschiff ist am Mittwoch etwa 21 Seemeilen südöstlich von Schabla von drei Seedrohnen getroffen worden. Das teilte Verteidigungsminister Dimitar Stojanow mit. Nach Angaben des Eigners und des bulgarischen Verkehrsministeriums wurden alle 18 Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht. Das unter liberianischer Flagge fahrende Schiff war laut Reuters von Haifa nach Constanța unterwegs.
Der Angriff ereignete sich parallel zu einem Dreiertreffen in der Residenz Bojana in Sofia. Stojanow, der Rumäne Ștefan-Radu Oprea und der Türke Yaşar Güler verurteilten die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe nach Angaben der Agentur BTA „unmissverständlich“. Die drei Länder vereinbarten einen gemeinsamen Koordinierungsmechanismus mit regelmäßigen Konsultationen und Informationsaustausch.
Weitere Treffen auf politischer Ebene sind in Bukarest geplant, Expertengespräche der Militärs in Ankara. Ein gegen Russland oder ein anderes Land gerichtetes Memorandum sei nicht im Gespräch, sagte Stojanow. Die Regierung in Sofia sollte laut BTA noch am Mittwoch über zwei Absichtserklärungen entscheiden, darunter den Kauf von MICA-Flugabwehrraketen für Patrouillenschiffe.
