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Kämpfe um Grenzstadt Moyale: 36.000 Menschen fliehen aus Äthiopien nach Kenia

Sicherheitskräfte der Regionen Oromia und Somali liefern sich Gefechte. Kenias Menschenrechtskommission spricht von 40.000 Geflüchteten und warnt vor Krankheiten.

Symbolbild: Straße nach Moyale an der Grenze Äthiopien–Kenia

Symbolbild · Foto: george kaguangi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Rund 36.000 Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR vor Kämpfen im Süden Äthiopiens ins Nachbarland Kenia geflohen, viele davon Frauen und Kinder. Um die Grenzstadt Moyale liefern sich laut der äthiopischen Zeitung Addis Standard Sicherheitskräfte der Regionen Oromia und Somali Gefechte. Moyale liegt an der Grenze zwischen beiden Regionen. Die Spannungen in einem Streit um Flaggen verschärften sich, nachdem am 18. Oktober ein 13-jähriges Kind bei einem Schusswechsel getötet worden war.

Inzwischen haben sich die Kämpfe auf sieben Bezirke im Süden Oromias ausgeweitet. Die Kenianische Menschenrechtskommission KNCHR schätzt, dass rund 40.000 Menschen in Moyale Zuflucht gesucht haben. Mehr als 15.000 leben in acht provisorischen Unterkünften, über 20.000 bei Verwandten und Bekannten. Am dringendsten benötigt werden laut UNHCR Nahrung, Trinkwasser, Unterkünfte, Sanitäranlagen und medizinische Versorgung.

Die Kommission forderte eine „dringende, koordinierte“ Hilfe und warnte, Regenfälle könnten die hygienischen Bedingungen verschlechtern und das Risiko von Krankheitsausbrüchen erhöhen. Behörden auf beiden Seiten der Grenze sollten zusammenarbeiten und die Ursachen der Vertreibung angehen. Neben UNHCR helfen IOM, UNICEF, das Welternährungsprogramm und das Kenianische Rote Kreuz.

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