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Taxis ohne Fahrer: Münchens größte Taxizentrale plant bis zu 500 autonome Wagen

Das Münchner Taxi Zentrum und der US-Entwickler Tensor haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Flotte bliebe in der Hand der Taxibetriebe – nötig ist aber noch eine Zulassung für Level 4.

Symbolbild: Taxis in München

Symbolbild · Foto: User:Mattes / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Das Münchner Taxi Zentrum (MTZ), die größte Taxizentrale der Stadt, will autonome Fahrzeuge in deutsche Städte bringen. Mit dem Unternehmen Tensor aus dem Silicon Valley hat es eine Absichtserklärung über bis zu 500 sogenannte Robocars unterzeichnet. Die Pläne stehen allerdings unter Vorbehalt: Nötig sind noch endgültige Verträge und eine Genehmigung für autonomes Fahren nach Level 4 in Deutschland. Dabei fährt das Auto in festgelegten Bereichen ohne Menschen am Steuer.

Anders als bei vielen Robotaxi-Diensten soll die Taxizentrale den Betrieb behalten: MTZ würde die Flotte unter eigener Marke betreiben und Kundendaten selbst verwalten, gebucht würde über die bestehende Vermittlung. Tensor verkauft die Fahrzeuge und bietet die Fahrsoftware samt Flottenmanagement im Abonnement an, die Finanzierung sollen Banken übernehmen. Das Fahrzeug ist laut Tensor von Grund auf als autonomes Auto gebaut, reinigt seine Sensoren selbst und reagiert auf gesprochene Anweisungen, etwa für einen zusätzlichen Halt.

Mittelfristig wollen die Partner binnen 24 Monaten nach Marktstart in Europa weitere 10.000 Fahrzeuge bei Taxi- und Flottenbetreibern platzieren. In Deutschland gibt es laut den Unternehmen rund 50.000 Taxis, in Europa etwa 500.000. MTZ-Chef Gregor Beiner führt auch eine Allianz von Taxiunternehmen aus sechs Ländern. Er betonte, Fahrerinnen und Fahrer blieben dort wichtig, „wo immer persönlicher Service, Unterstützung oder menschliche Nähe gefragt sind“.

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