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UN-Bericht: Klimawandel hat die CO2-Aufnahme der Ozeane um rund 6 Prozent geschwächt

Die Meere schlucken etwa 30 Prozent des menschengemachten CO2 – doch die Senke lässt nach. UNEP und UN-Klimasekretariat fordern vor der COP31 mehr Messungen und Schutz von Mangroven.

Symbolbild: Mangroven an der Küste Madagaskars

Symbolbild · Foto: Terpsichores / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Ozeane verlieren nach einem neuen UN-Bericht an Kraft als Klimapuffer. Wie UN News am Mittwoch über den Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP und des UN-Klimasekretariats UNFCCC vor der Weltklimakonferenz COP31 im November berichtete, nehmen die Meere rund 30 Prozent der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen und etwa 90 Prozent der durch Treibhausgase zusätzlich festgehaltenen Wärme auf. Durch den Klimawandel sei ihre Fähigkeit, Kohlenstoff aufzunehmen, aber bereits um rund 6 Prozent gesunken. Ursache seien steigende Temperaturen sowie Veränderungen in Chemie, Strömungen und Ökosystemen des Meeres.

„Der Ozean leistet uns seit Langem einen enormen Klimadienst, aber dieser Dienst steht unter wachsendem Druck“, sagte Hauptautorin Sara Traerup laut UN News. Der Prozess könne sich in absehbarer Zeit beschleunigen. Verlässliche Daten fehlten vor allem für das Südpolarmeer, den Indischen Ozean, die Arktis und viele Küstenregionen. „Was wir nicht kennen, können wir nicht managen und schützen“, so Traerup. Der Bericht nennt Messnetze, Sensoren und Modelle die ausgereifteste und dringendste Technik.

Als zweiten Hebel nennt er sogenannte Blue-Carbon-Ökosysteme: Mangroven, Seegraswiesen und Salzwiesen binden bereits rund 407 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, ihre Wiederherstellung könne deutlich mehr bringen. Technische Verfahren zur CO2-Entnahme im Meer gelten dagegen als vielversprechend, aber sehr unsicher. Sie dürften Emissionssenkungen nur ergänzen, nicht ersetzen – „keine Abkürzung“, betonte Traerup. Kleine Inselstaaten, die weniger als 1 Prozent der Emissionen verursachen, sollen leichter an Geld und Technik kommen.

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