Equinor hebt Förderziel an – Ökostrom-Erzeugung wächst um 26 Prozent
Europas wichtiger Gaslieferant aus Norwegen profitiert von hohen Preisen und mehr als verdoppelt den operativen Gewinn. Die Öl- und Gasförderung soll 2026 nun um rund vier Prozent wachsen.

Symbolbild · Foto: Swinsto101 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der norwegische Energiekonzern Equinor, einer der wichtigsten Gaslieferanten Europas, hat im dritten Quartal von den hohen Energiepreisen profitiert. Das Betriebsergebnis stieg auf 11,95 Milliarden Dollar nach 5,27 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor, bereinigt waren es 12,35 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 2,54 Milliarden Dollar. Für europäisches Gas erzielte Equinor im Schnitt 20,0 Dollar je Million British Thermal Units, für Öl und andere Flüssigkeiten 92,3 Dollar je Barrel.
Die Förderung lag bei 2,166 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag und damit zwei Prozent über dem Vorjahr. Equinor hebt deshalb die Prognose für das Wachstum der Öl- und Gasförderung 2026 von drei auf rund vier Prozent an. „Die hohe Produktion im dritten Quartal hat es uns ermöglicht, zusätzlichen Wert aus höheren Preisen zu ziehen“, sagte Konzernchef Anders Opedal. Ungeplante Ausfälle auf den Feldern Johan Castberg und Troll bremsten allerdings; neue Lieferverträge schloss Equinor mit Unternehmen in Polen, den Niederlanden und Deutschland.
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg um 26 Prozent, vor allem dank des britischen Offshore-Windparks Dogger Bank und einer neuen Anlage an Land in Brasilien. Die gesamte Stromerzeugung sank wegen weniger Gasverstromung auf 1,32 Terawattstunden. Aktionäre erhalten eine Quartalsdividende von 0,39 Dollar je Aktie, ab dem 29. Oktober startet zudem die letzte Tranche des Aktienrückkaufs über bis zu 1,125 Milliarden Dollar.
