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Weltbank: Ölangebot schrumpft so stark wie seit über 40 Jahren nicht

Wegen des Kriegs im Nahen Osten sinkt die weltweite Ölförderung 2026 um 5,2 Prozent. Die Weltbank rechnet mit einem Brent-Durchschnitt von 91 Dollar – im Krisenfall 2027 sogar mit 105 Dollar.

Symbolbild: Ölpumpe im Perm-Becken in Texas

Symbolbild · Foto: Quintin Soloviev / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die weltweite Ölversorgung erlebt in diesem Jahr den stärksten Einbruch seit mehr als vier Jahrzehnten – das Corona-Jahr 2020 ausgenommen. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Rohstoffbericht der Weltbank sinkt das globale Ölangebot 2026 um 5,2 Prozent. Hintergrund sind Lieferausfälle im Nahen Osten. Der Ölverbrauch geht um 2,5 Prozent zurück – der drittstärkste Rückgang, der je gemessen wurde.

Die Energiepreise insgesamt steigen laut Weltbank 2026 um 32 Prozent und beenden damit drei Jahre mit sinkenden Preisen. Für die Nordseesorte Brent erwarten die Ökonomen in diesem Jahr einen Durchschnittspreis von 91 Dollar je Barrel nach 69 Dollar im Jahr 2025. Im kommenden Jahr soll der Preis auf durchschnittlich 79 Dollar sinken. Diese Basisprognose setzt allerdings voraus, dass sich die Konflikte, die die Rohstoffversorgung beeinträchtigen, nicht weiter verschärfen.

Die Risiken sieht die Weltbank vor allem auf der Oberseite: Eine Eskalation im Nahen Osten oder anhaltende Schäden an der russischen Ölinfrastruktur könnten die Preise weiter treiben. In einem Negativszenario mit mehreren gleichzeitigen Schocks läge Brent 2027 im Schnitt bei 105 Dollar je Barrel. Höhere Energiekosten und gestörte Handelswege trieben die Preise über eine breite Palette von Rohstoffen nach oben, sagte der stellvertretende Weltbank-Chefvolkswirt Ayhan Kose.

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