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Grünes Licht aus Brüssel: 319 Millionen Euro Staatshilfe für Infineons GaN-Werk in Villach

Die EU-Kommission genehmigt Österreichs Beihilfe für die erste Großfertigung von Galliumnitrid-Leistungschips auf 300-Millimeter-Wafern. Fertig ausgebaut sein soll der Standort 2034.

Archivbild: Bau der Infineon-Chipfabrik in Villach, 2020

Archivbild · Foto: Johann Jaritz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die EU-Kommission hat am Mittwoch eine österreichische Staatshilfe von 319 Millionen Euro für den Chiphersteller Infineon genehmigt. Das Geld fließt in den 1,1 Milliarden Euro teuren Ausbau des Werks im Kärntner Villach. Dort soll nach Angaben des Unternehmens die weltweit erste Großserienfertigung von Leistungshalbleitern aus Galliumnitrid (GaN) auf 300-Millimeter-Wafern entstehen. Die Genehmigung erfolgte nach dem EU-Chipgesetz; die Maßnahme stärke „die Position und Autonomie der EU in der Halbleiter-Wertschöpfungskette“, so die Kommission.

GaN-Chips verdrängen in der Leistungselektronik zunehmend Silizium, weil sie höhere Spannungen verkraften, schneller schalten und hitzebeständiger sind. Eingesetzt werden sie in Ladegeräten, Rechenzentren, Elektroautos, Solar- und Windanlagen sowie Mobilfunk-Basisstationen. Auf 300-Millimeter-Wafer passen 2,3-mal so viele Chips wie auf die bisher üblichen 200-Millimeter-Scheiben, was die Kosten senkt. Infineon hatte 2024 als erstes Unternehmen solche großen GaN-Wafer verarbeitet.

Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker sprach von einer der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte der österreichischen Hightech-Industrie. Infineon-Chef Jochen Hanebeck sagte, man werde als erstes Unternehmen weltweit GaN-Leistungselektronik auf 300-Millimeter-Wafern in die Massenproduktion bringen. Der Ausbau soll 2034 abgeschlossen sein. Die EU will ihren Anteil an der weltweiten Chipproduktion von zehn Prozent im Jahr 2023 bis 2030 auf 20 Prozent verdoppeln.

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