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Weltbank: Rohstoffe 2026 um 23 Prozent teurer – Lebensmittel steigen weiter

Energie, Metalle und Agrarprodukte verteuern sich gleichzeitig. Lebensmittel sollen bis Ende 2027 um insgesamt rund 18 Prozent zulegen – im schlimmsten Fall droht eine neue Ernährungskrise.

Die Zentrale der Weltbank in Washington

Foto: AgnosticPreachersKid / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Weltbank erwartet für 2026 einen Anstieg der Rohstoffpreise um 23 Prozent – nach drei Jahren mit sinkenden Preisen. 2027 sollen sie dann um sieben Prozent nachgeben. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht „Commodity Markets Outlook“ hervor. Treiber sind vor allem die Energiepreise, die um 32 Prozent steigen dürften. „Die Rohstoffmärkte werden von mehreren großen Schocks gleichzeitig getroffen“, sagte der stellvertretende Chefvolkswirt der Weltbank, Ayhan Kose.

Für Verbraucher besonders spürbar: Lebensmittelrohstoffe verteuern sich laut Prognose 2026 um rund zehn und 2027 um weitere sieben Prozent – zusammen etwa 18 Prozent. Dünger wird 2026 um 14 Prozent teurer. Metalle legen um 25 Prozent zu, Aluminium, Kupfer und Zinn erreichen Rekordpreise. Edelmetalle verteuern sich sogar um 40 Prozent. Höhere Energiekosten und gestörte Handelswege trieben die Preise über eine breite Palette von Rohstoffen nach oben, so Kose.

In einem Negativszenario – anhaltend hohe Energiepreise, Störungen der Getreidetransporte im Schwarzen Meer und ein sehr starkes El-Niño-Ereignis – lägen die Lebensmittelpreise zwölf Prozent über der Basisprognose und damit über dem Niveau von 2022. Das könnte nach Einschätzung der Weltbank eine Ernährungskrise auslösen. Vorrang müsse der Schutz der Ärmsten haben, sagte Kose. Die Weltbankgruppe stellt dafür über bestehende Instrumente 50 bis 60 Milliarden Dollar bereit.

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