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Juli Zeh gibt ihr Amt als Brandenburger Verfassungsrichterin vorzeitig auf

Die Schriftstellerin begründet den Schritt mit hoher Arbeitsbelastung. Zeh war auch als Nachfolgerin von Bundespräsident Steinmeier gehandelt worden, hatte aber abgewinkt.

Archivbild: Juli Zeh auf der Frankfurter Buchmesse 2018

Archivbild · Foto: Sven Mandel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Schriftstellerin Juli Zeh scheidet vorzeitig als Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg aus. Sie bat um Entlassung aus dem Amt und begründete dies mit einer „hohen Arbeitsbelastung durch berufliche Verpflichtungen“, wie der Landtag in Potsdam mitteilte; zuerst hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet. In einem Brief an Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke schrieb Zeh demnach, sie könne die nötige Zeit für das Ehrenamt nicht mehr aufbringen.

Die 52-Jährige, die in Brandenburg lebt und gerade ihren Roman „Pony Show“ veröffentlicht hat, war seit 2019 ehrenamtliche Verfassungsrichterin; ihre reguläre Amtszeit wäre bis 2029 gelaufen. Nominiert hatte sie die SPD, deren Mitglied sie ist. Zeh war zuletzt auch als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Gespräch, hatte eine Kandidatur aber „zum jetzigen Zeitpunkt“ mit Verweis auf ihre familiäre Situation abgelehnt.

Das Gericht arbeitet vorerst mit acht statt neun Richtern weiter; anhängig sind derzeit 95 Verfahren. Der Landtag muss eine Nachfolge mit Zweidrittelmehrheit wählen.

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