KI fürs Handy: Liquid AI bringt sechs kleine offene Modelle der Reihe LFM3
Text, Bild, Video, Sprache und Entscheidungen: Die neuen Modelle des US-Start-ups teilen sich ein gemeinsames Grundgerüst und sollen direkt auf Smartphones und Laptops laufen.
Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Video: YouTube · Liquid AI · youtube.com
Das US-Start-up Liquid AI hat am Dienstag LFM3 vorgestellt, die neue Generation seiner kompakten KI-Modelle. Die Familie umfasst sechs Modelle der Zwei-Milliarden-Parameter-Klasse: ein Textmodell, ein Modell für Bilder und Videos, ein Audiomodell, das zuhören und sprechen kann, ein „Omni“-Modell für alle Eingabearten sowie zwei sogenannte Entscheidungsmodelle, die statt freiem Text kalibrierte Antworten liefern. Alle sind aus demselben Basismodell abgeleitet. Das Video von Liquid AI stellt die Reihe vor.
Das Textmodell LFM3-1.7B verarbeitet laut Unternehmen bis zu 256.000 Token Kontext, beherrscht 16 Sprachen und braucht in komprimierter Form nur rund ein Gigabyte Arbeitsspeicher; das Audiomodell unterstützt 18 Sprachen. Die Gewichte sind offen bei Hugging Face verfügbar, und jedes Modell lässt sich laut Liquid AI auf einer einzigen Grafikkarte nachtrainieren. Als Partner zum Start nennt die Firma unter anderem AMD, Arm, Intel, Nvidia und Qualcomm.
Die Leistungsdaten stammen vom Hersteller selbst: So soll das Omni-Modell in mehreren Tests größere Modelle mit bis zu 10,7 Milliarden Parametern übertreffen. Unabhängige Vergleiche stehen noch aus. Für das Programmieren mit KI-Agenten und komplexe mehrstufige Denkaufgaben empfiehlt Liquid AI das Textmodell ausdrücklich nicht.
