Merz in Seoul: Gipfel mit Präsident Lee – Chips, Batterien und Rüstung auf der Agenda
Letzte Station der Asienreise: Kanzler Merz ist in Seoul zu Gesprächen mit Präsident Lee Jae Myung. Themen sind Chips, Batterien, KI und Rüstung. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.

Archivbild · Foto: 内閣広報室 / Cabinet Public Affairs Office / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Donnerstag von Tokio nach Seoul weitergereist, der dritten und letzten Station seiner fünftägigen Asienreise. Für den Nachmittag (Ortszeit) waren im Präsidentensitz Cheong Wa Dae Gespräche mit Präsident Lee Jae Myung angesetzt, danach eine gemeinsame Presseerklärung – laut AFP gegen 10 Uhr MEZ – und ein offizielles Abendessen. Ergebnisse des Treffens lagen bis Redaktionsschluss nicht vor. Es ist der erste offizielle bilaterale Besuch eines deutschen Kanzlers in Südkorea seit drei Jahren.
Nach Angaben des südkoreanischen Präsidialamts sollte es vor allem um Handel und Investitionen gehen, besonders um Batterien, Halbleiter und Künstliche Intelligenz. Auch die Zusammenarbeit in Verteidigung und Rüstungsindustrie sowie regionale Sicherheitsfragen stehen auf der Tagesordnung. Berlin will sich mit Partnern wie Südkorea breiter aufstellen und die Abhängigkeit von China verringern; Merz wird von Vertretern aus Industrie, Technologie, Energie- und Rüstungsbranche begleitet.
Zum Abendessen sind rund 60 Gäste eingeladen, laut Seoul Economic Daily 52 Wirtschaftsvertreter (23 aus Südkorea, 29 aus Deutschland), darunter Siemens-Chef Roland Busch und BASF-Chef Markus Kamieth. Am Freitag eröffnet Merz die 19. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in Seoul. Geplant sind zudem ein Besuch an der demilitarisierten Zone zu Nordkorea und an einer Universität.
