Generalstabschef Eftimow: Drohnen kamen aus dem Osten – „Wir sind nicht im Krieg“
Nach dem Untergang der „Contship Jet“ vor Kaliakra sagt Bulgariens scheidender Generalstabschef, die Drohnen seien aus dem Osten gekommen. Ab Freitag soll ein neues Abwehrsystem mit 150 Kilometern Reichweite starten.

Archivbild · Foto: Chairman of the Joint Chiefs of Staff / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Drohnen, die am Mittwoch das inzwischen gesunkene Containerschiff „Contship Jet“ vor Kap Kaliakra getroffen haben, sind nach Angaben von Admiral Emil Eftimow aus östlicher Richtung gekommen. Wer dahintersteckt, ließ der scheidende Chef der Verteidigung im Sender bTV offen: Die Daten würden noch ausgewertet und seien mit nationalen und verbündeten Stellen geteilt worden. In Bulgariens Hoheitsgewässer seien die Drohnen nicht eingedrungen. „Wir sind nicht im Krieg“, sagte Eftimow; das Land sei geschützt.
Flugzeuge, Hubschrauber und unbemannte Systeme seien in Bereitschaft gewesen, schweres Wetter habe ihren Einsatz aber eingeschränkt, so Eftimow. Außerhalb der Hoheitsgewässer habe Bulgarien keine Befugnis zu handeln. Das Verteidigungsgesetz soll geändert werden, damit das Militär auch in Friedenszeiten schneller reagieren kann. Am Freitag soll zudem ein neues System mit rund 150 Kilometern Radius in Betrieb gehen – zunächst zur Luftaufklärung, später auch zur Bekämpfung von Zielen.
Nach Eftimows Worten registrierte die Marine im Sommer mehr als 100 Hinweise auf Objekte im Meer, die nicht öffentlich gemacht wurden. Bulgarien, Rumänien und die Türkei wollen bis Ende November in Ankara über konkrete gemeinsame Schutzmaßnahmen beraten. Das Gebiet um das Wrack soll untersucht und Wasserproben sollen genommen werden.
