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Roboter kriecht wie eine Schlange durch den Dünndarm: MIT-Video zeigt weiches Endoskop

MIT-Ingenieure haben ein weiches Roboter-Endoskop gebaut, das sich durch den schwer erreichbaren Dünndarm bewegt, Gewebeproben nimmt und Medikamente sprüht. Bisher wurde es nur an Tieren getestet.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: InSapphoWeTrust from Los Angeles, California, USA / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Massachusetts Institute of Technology (MIT) · youtube.com

Der Dünndarm ist mehr als sechs Meter lang und nur etwa zweieinhalb Zentimeter dick – für herkömmliche Endoskope ist er schwer zugänglich. Ein Team um Giovanni Traverso, Maschinenbauprofessor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Gastroenterologe am Brigham and Women's Hospital, hat dafür einen weichen, schlauchförmigen Roboter entwickelt. Die Arbeit erschien in der Fachzeitschrift „Science Robotics“ (DOI 10.1126/scirobotics.adt2230), das MIT stellte sie am 28. Oktober mit einem Video vor.

Die Fortbewegung ist Schlangen abgeschaut: Jedes Antriebselement hat vier Luftkammern, die sich in verschiedenen Kombinationen aufblasen lassen und den Schlauch so strecken oder in jede Richtung biegen. Ballons an Kopf und Ende blähen sich abwechselnd auf und schieben den Roboter voran. Hüllen mit Kirigami-Muster – einer Schnitttechnik aus Papier – bleiben flach, bis ein Ballon sie dehnt; dann klappen winzige Spitzen heraus und halten sich an der Darmwand fest. An Bord sind eine Kamera, ein Sprühkopf für Medikamente und Clips für Gewebeproben oder das Entfernen von Polypen.

In Tierversuchen legte der Roboter laut MIT rund zwei Meter im Dünndarm zurück; Kamera, Sprühkopf und Clips wurden dabei vorgeführt. An Menschen wurde er noch nicht erprobt. „Wenn man die Luftmenge in diesen Kammern einstellt, kann man die Richtung einstellen, in die sich der Roboter bewegt“, erklärt Traverso. Als Nächstes will das Team die Navigation verbessern und weitere Einsätze im Dünndarm testen.

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