Agnes Obel – „The Meaning Of Flowers“ im Test: Wärmer und verspielter nach sechs Jahren
Die dänische Wahlberlinerin verarbeitet die Geburt ihrer Tochter und Texte von Dichterinnen wie Enheduanna. Beats Per Minute lobt die Verbindung von Klassik und Pop.
Foto: frankieleon / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video zur Single: YouTube · Agnes Obel · youtube.com
Single: The Meaning Of Flowers
Agnes Obel hat am 18. September bei der Deutschen Grammophon „The Meaning Of Flowers“ veröffentlicht, ihr erstes Album seit „Myopia“ vor sechs Jahren. Inspiriert wurden die zwölf Stücke laut laut.de von der Geburt ihrer Tochter und der Frage nach der Verbindung zu allem Lebendigen; Obel griff dafür auf Literatur und Lyrik von Frauen zurück, darunter die sumerische Dichterin Enheduanna und Hannah Arendt. „Blood So Red“ beruht laut Beats Per Minute auf einer Hymne Enheduannas an die Göttin Inanna. Gastmusiker steuern Streicher und Harfe bei, Elektronik spielt eine größere Rolle als früher.
Ljubinko Zivkovic vergibt bei Beats Per Minute 80 Prozent und nennt das Album eine meisterhafte Verbindung von Klassik und Pop. Toni Hennig hört bei laut.de wärmere, freundlichere Töne als auf den düsteren Vorgängern: Obel nähere sich „mit geradezu kindlicher Neugier“ einer neuen, unbeschwerten Richtung. Die Neuorientierung bringe zwar „auch Längen mit sich“, etwa in „Deem Me Now“ und „Jenn's On The Way“, das restliche Material mache das aber „locker wieder wett“.
Das Video ist das offizielle Visualizer-Video zum Titelstück „The Meaning of Flowers“ aus dem YouTube-Kanal von Agnes Obel.
