Alaska: Gouverneur Dunleavy ordnet Untersuchung gegen Peltolas Wahlkampf an
Nach einem Bericht über einen angeblich angeworbenen zweiten „Dan Sullivan“ lässt Alaskas republikanischer Gouverneur ermitteln. Peltola spricht von einer „Ablenkung“, Trump fordert Strafverfolgung.

Archivbild · Foto: Office of Representative Mary Peltola / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Wenige Tage vor den Kongresswahlen hat Alaskas republikanischer Gouverneur Mike Dunleavy eine Untersuchung gegen das Wahlkampfteam der demokratischen Senatskandidatin Mary Peltola angeordnet. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP; die Anordnung veröffentlichte Dunleavy in der Nacht in sozialen Medien. Der Bericht der New York Times enthülle „verstörende neue Beweise für ein organisiertes Vorgehen, Alaskas Wahlen durch das Anwerben von Kandidaten zu manipulieren“, erklärte er. Wähler absichtlich dazu zu bringen, für jemand anderen zu stimmen, treffe „die Integrität unserer Wahlen“. Welche Stelle die Untersuchung führt, ging aus dem AP-Bericht nicht hervor.
Hintergrund ist die Kandidatur von Daniel J. Sullivan Jr., einem pensionierten Lehrer aus Petersburg, der denselben Namen trägt wie der republikanische Amtsinhaber Dan Sullivan. Laut New York Times sollen Peltolas Team und ein demokratischer Stratege versucht haben, Kandidaten ins Rennen zu holen, um Sullivans Stimmen aufzuspalten. Die Wahlbehörde hatte die Kandidatur zunächst als irreführend eingestuft, das Oberste Gericht Alaskas ließ sie jedoch zu. Sullivan Jr. bestreitet jeden Kontakt zu Peltolas Team; ihr Wahlkampf erklärte laut CBS, er habe mit keiner der beiden Sullivan-Kampagnen etwas zu tun.
Peltola wies die Vorwürfe zurück: „Das ist nur eine weitere Ablenkung“, sagte sie bei einem Auftritt in Soldotna. Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt: „Ich denke, sie sollten strafrechtlich verfolgt werden.“ Das Justizministerium hat bereits geklagt, um eine Beglaubigung des Ergebnisses zu verhindern, falls Senator Sullivan wegen „Verwirrung“ der Wähler verliert. Die Demokraten bestreiten jede Beteiligung. Das Rennen gilt als eines, das über die Mehrheit im Senat entscheiden könnte.
