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Schüsse in Berlin: Sondereinheit „Ferrum“ macht weiter – 73 scharfe Waffen sichergestellt

Seit November 2025 leitete die LKA-Einheit mehr als 720 Verfahren ein, knapp 290 Menschen wurden festgenommen. Wegen anhaltender Schusswaffengewalt bleibt sie bestehen.

Symbolbild: Einsatzwagen der Berliner Polizei

Symbolbild · Foto: Lear 21 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Berliner Polizei hält an ihrer Sondereinheit „Ferrum“ gegen Schusswaffengewalt fest. Die am 13. November 2025 beim Landeskriminalamt gegründete Einheit war ursprünglich nur für einige Monate geplant; nun soll sie laut einer Polizeisprecherin „bis auf weiteres“ arbeiten, wie dpa berichtet. Ihr gehören rund 110 Beamtinnen und Beamte an.

Bis zum 23. Oktober leitete „Ferrum“ mehr als 720 Ermittlungsverfahren ein, 483 davon mit direktem oder indirektem Bezug zu Schusswaffenkriminalität. Knapp 290 Menschen wurden festgenommen, 80 Haftbefehle erlassen, 51 Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Bei mehr als 300 Durchsuchungen wurden 73 scharfe Schusswaffen und rund 3.400 Schuss Munition sichergestellt; zudem prüften die Ermittler 4.120 Fahrzeuge und 886 Lokale.

Ein Schwerpunkt sind Erpressungen. Im ersten Halbjahr 2026 registrierte die Polizei 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch, darunter 261 Schussabgaben. Im gesamten Jahr 2025 waren es 1.119 Fälle – 68 Prozent mehr als 2024.

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