Hyundai senkt Jahresziele nach Streiks – operativer Gewinn steigt trotzdem
Hyundai Motor hat im dritten Quartal 5,5 Prozent mehr operativ verdient, aber elf Prozent weniger Autos verkauft. Absatz-, Margen- und Investitionsziele werden gekürzt.

Archivbild · Foto: HappyMidnight / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Hyundai Motor hat im dritten Quartal einen operativen Gewinn von 2,68 Billionen Won (rund 1,9 Milliarden Dollar) erzielt, 5,5 Prozent mehr als vor einem Jahr; das berichteten südkoreanische Medien am 29. Oktober. Der Umsatz sank um 3,4 Prozent auf 45,1 Billionen Won, der Nettogewinn um 24,2 Prozent. Der Absatz ging um 11,3 Prozent auf 920.710 Fahrzeuge zurück, im Heimatmarkt Südkorea sogar um 27,2 Prozent.
Als Gründe nannte der Konzern laut Financial News Streiks in den koreanischen Werken, einen Brand bei einem Zulieferer und schwache Verkäufe im Nahen Osten; steigende Rohstoffpreise erhöhten zudem die Kosten. Die Wirkung der US-Zölle hält laut Seoul Economic Daily an. Hybridautos legten um 3,8 Prozent zu, reine Elektroautos verloren 9,2 Prozent.
Hyundai senkte das Absatzziel für 2026 von gut 4,16 auf 4,0 Millionen Fahrzeuge, die Margenprognose von 6,3 bis 7,3 auf 5,5 bis 6,5 Prozent und die Investitionen im Autogeschäft von 17,8 auf 16 Billionen Won. Lee Seung-jo, Leiter der Finanzabteilung, sagte: „We expect cost pressures to continue into the fourth quarter.“ (Wir erwarten, dass der Kostendruck auch im vierten Quartal anhält.)
