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Stimmenkauf vor der Stichwahl: Zwei Festnahmen bei Warna – Innenminister warnt

Für 50 Euro pro Ausweis sollen zwei Männer bei Warna Stimmen gekauft haben. Innenminister Demerdschiew meldet vor der Stichwahl immer mehr Hinweise auf Stimmenkauf.

Titelgrafik: Stimmenkauf vor der Stichwahl in Bulgarien

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Die Polizei in Warna hat zwei 27-jährige Männer festgenommen, die in einem Dorf der Gemeinde Dolni Tschiflik mutmaßlich Stimmen gekauft haben. Laut BNT sollen sie Menschen zu ihrem Auto bestellt und deren Personalausweise gegen jeweils 50 Euro eingesammelt haben. Der Hinweis ging am Mittwoch ein.

Bei der Durchsuchung des Wagens fanden Beamte der Wirtschaftspolizei 16 Mobiltelefone, einen Laptop, sechs Personalausweise und 50-Euro-Scheine. Gegen die beiden wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, sie wurden für bis zu 24 Stunden festgehalten. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

Innenminister Iwan Demerdschiew sagte am Donnerstag nach einer Absolventenfeier der Akademie des Innenministeriums, in den letzten Tagen gingen immer mehr Hinweise auf Stimmenkauf ein, vor allem zugunsten eines der beiden Kandidatenpaare, das er nicht nannte. Der erste Wahlgang sei äußerst ruhig verlaufen. „Auf diese Weise dürfen Stimmen nicht gesucht und gesammelt werden“, sagte er laut News.bg. Wo es Informationen gebe, werde man reagieren. In der Stichwahl am 1. November treten Ilijana Jotowa und Andrej Gjurow gegeneinander an.

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