Gespaltener Jugendprotest: Schülerkonferenz plant eigene Demo statt „Gen Z regelt“
Vor den Halloween-Protesten in rund 30 Städten geht die Bundesschülerkonferenz auf Distanz und ruft für den 20. November zu einer eigenen Demo in Berlin auf. Laut YouGov halten 54 Prozent die Proteste für berechtigt.

Archivbild · Foto: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Jugendproteste in Deutschland spalten sich: Die Bundesschülerkonferenz hat sich von den für Samstag, den 31. Oktober, geplanten Demonstrationen der Initiative „Gen Z regelt“ distanziert und ruft für den 20. November zu einer eigenen Kundgebung in Berlin auf. Generalsekretärin Amy Kirchhoff kritisierte „unklare“ Organisationsstrukturen der Initiative. Nach Angaben der Schülervertretung haben die Gewerkschaft GEW, der Bundeselternrat und Fridays for Future ihre Teilnahme zugesagt.
„Gen Z regelt“ plant Proteste in rund 30 Städten gegen steigende Lebenshaltungskosten, für mehr Klimaschutz und gegen die Wehrpflicht. Bundesweit haben sich nach Angaben der Organisatoren 146.000 Teilnehmer angemeldet. Ein Sprecher rief dazu auf, „solidarisch und friedlich gemeinsam auf die Straße zu gehen“; für Aktionen außerhalb der angemeldeten Versammlungen sei man nicht verantwortlich.
Politisch ist der Protesttag umstritten. Grünen-Chef Felix Banaszak warf der Union vor, die Proteste „präventiv schon mal zu kriminalisieren“. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte, manche hätten den Halloween-Abend mit anderen Absichten als friedlichem Demonstrieren gewählt. In einer YouGov-Umfrage halten 54 Prozent die Proteste für berechtigt, 28 Prozent nicht.
