Kommunen tief in den Miesen: Schulden steigen um 9,9 Prozent auf 378,9 Milliarden
Städte und Gemeinden haben 2025 deutlich mehr neue Schulden gemacht als im Vorjahr: plus 9,9 Prozent. Pro Kopf sind es 4.907 Euro – in Hessen am meisten, in Brandenburg am wenigsten.

Symbolbild · Foto: André Karwath aka Aka / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5 (zugeschnitten und skaliert)
Die Schulden der Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände in Deutschland sind 2025 um 9,9 Prozent gestiegen, nach 6,3 Prozent im Vorjahr. Zum Jahresende standen sie nach Angaben des Statistischen Bundesamts mit 378,9 Milliarden Euro in der Kreide, das sind 4.907 Euro je Einwohner. Erfasst sind Kern- und Extrahaushalte sowie Beteiligungen an Fonds, Einrichtungen und Unternehmen.
Treiber waren vor allem die Kernhaushalte mit einem Plus von 15,5 Prozent und die Extrahaushalte mit 14,7 Prozent; die Beteiligungen legten um 4,5 Prozent zu. Kern- und Extrahaushalte hatten 2025 bereits das zweite Jahr in Folge ein Rekorddefizit verbucht.
Die Belastung ist regional sehr unterschiedlich. Am höchsten war die Pro-Kopf-Verschuldung in Hessen mit 6.763 Euro und im Saarland mit 6.408 Euro, am niedrigsten in Brandenburg mit 2.733 Euro. Gestiegen sind die Schulden in allen Bundesländern – am stärksten in Niedersachsen (plus 13,3 Prozent) und Baden-Württemberg (plus 13,1 Prozent), am schwächsten im Saarland (plus 2,3 Prozent).
