Wieder mehr als 200.000 Geduldete in Deutschland – Zahl steigt seit Jahresbeginn
Ende September lebten 200.601 Menschen mit Duldung in Deutschland, rund 9.600 mehr als zum Jahreswechsel. Die Zahl der Ausreisepflichtigen stieg auf 256.873.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Die Zahl der Menschen mit Duldung in Deutschland ist wieder über die Marke von 200.000 gestiegen. Ende September waren es 200.601, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Filiz Polat hervorgeht. Zum Jahreswechsel hatte die Zahl noch bei 190.974 gelegen.
Insgesamt waren zum 30. September nach Angaben des Bundesinnenministeriums 256.873 Menschen ausreisepflichtig, Ende 2025 waren es 232.067. In diesem Jahr erhielten rund 45.000 Menschen erstmals eine Duldung, darunter zum Stichtag rund 13.460 Minderjährige. Ende 2022 hatte es noch rund 248.000 Geduldete gegeben – danach sank die Zahl auch wegen des inzwischen ausgelaufenen Chancenaufenthaltsrechts.
Die Möglichkeiten, über Arbeit oder Ausbildung zu bleiben, werden kaum genutzt: Im Ausländerzentralregister sind nur 402 Ausbildungsduldungen und 17 Beschäftigungsduldungen eingetragen. Polat nannte die Regeln „zu kompliziert“. Wer arbeite und sich integriere, „braucht einen gesicherten Aufenthalt“, sagte die Grünen-Politikerin.
