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Erst Freunde, dann Liebe: Jüngste Generation geht das Daten langsamer an

Nur 20 Prozent der 13- bis 15-Jährigen in den USA waren laut einer Umfrage der Tinder-Mutter Match Group schon in einer Beziehung. Die meisten blicken dennoch optimistisch nach vorn.

Hand hält ein Smartphone mit leerem weißem Bildschirm (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Santeri Viinamäki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die älteren Jahrgänge der Generation Alpha lassen sich mit der ersten Beziehung mehr Zeit als ihre Vorgänger. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Dating-Konzern Match Group (Tinder, Hinge, Match.com) am 20. Oktober veröffentlicht hat. Befragt wurden 823 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren in den USA; nach Unternehmensangaben ist die Stichprobe landesweit repräsentativ, Minderjährige nahmen mit Zustimmung der Eltern teil. Vorausgegangen waren Einzelinterviews und Fokusgruppen mit 14- bis 19-Jährigen. Demnach waren erst 20 Prozent schon einmal in einer Beziehung – in früheren Match-Befragungen gaben 56 Prozent der Generation Z an, als Teenager gedatet zu haben.

Von den 79 Prozent, die derzeit nicht daten, sind rund drei von vier offen dafür. Unter ihnen wünschen sich 48 Prozent eine Freundschaft, aus der mehr werden kann, 44 Prozent wollen vor allem reden oder flirten, 30 Prozent etwas Festes. 64 Prozent finden, man solle befreundet sein, bevor man datet; 66 Prozent halten es für respektlos, mehrere Menschen gleichzeitig zu daten. 92 Prozent sind mit ihrem sozialen Leben zufrieden, 84 Prozent sehen eine gute Zukunft vor sich – 6 Punkte mehr als Gleichaltrige vor drei Jahren. 87 Prozent sind sehr zuversichtlich, Lebensziele wie Führerschein, Studium, Heirat, eigenes Zuhause oder Kinder zu erreichen. 81 Prozent haben Bildschirmzeit-Grenzen.

Für die eigene Branche liest Match Group eine gute Nachricht heraus: 51 Prozent können sich vorstellen, mit 18 Jahren Dating-Apps zu nutzen, 65 Prozent haben gehört, dass Apps eine unterhaltsame Art seien, Menschen kennenzulernen. „Die große Wiederverbindung liegt noch vor uns“, schreibt das Forschungsteam des Konzerns. Einordnung: Die Studie stammt von einem Unternehmen, dessen Apps erst ab 18 Jahren zugelassen sind und das ein wirtschaftliches Interesse an künftigen Nutzern hat; Befragungszeitraum, Fehlerspanne und Fragewortlaut wurden nicht veröffentlicht.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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