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Bundestag entscheidet heute über Frühstartrente: 10 Euro im Monat für jedes Kind

Der Staat soll ab 2027 für Kinder zwischen 6 und 18 Jahren monatlich 10 Euro in ein Aktiendepot einzahlen. Der DGB spricht von einer „Mogelpackung“.

Archivbild: Plenarsaal des Deutschen Bundestags

Archivbild · Foto: Photo: Andreas Praefcke / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der Bundestag stimmt am Freitag über die sogenannte Frühstartrente der Koalition aus CDU/CSU und SPD ab. Nach dem Gesetzentwurf zahlt der Bund für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr 10 Euro im Monat in ein Altersvorsorgedepot. Das Gesetz soll Anfang Januar 2027 in Kraft treten, der Bundesrat muss noch zustimmen. Den Anfang macht der Jahrgang 2020, also Kinder, die 2026 sechs Jahre alt werden; ältere Kinder gehen leer aus.

Das Geld muss breit gestreut in weltweite Aktien oder Aktienfonds fließen. Eltern wählen einen Anbieter mit Kostendeckel von einem Prozent, sonst landet das Geld in einer öffentlichen Anlage unter Verwaltung der Bundesbank. Eltern und Großeltern dürfen bis zu 6.840 Euro im Jahr zuzahlen, eine Auszahlung ist in der Regel erst ab 65 möglich. Der Bund rechnet zunächst mit 198 Millionen Euro jährlich, bis 2030 mit 411 Millionen Euro.

Bei sieben Prozent Rendite ergäben allein die Staatszahlungen nach Rechnung des Finanzministeriums bis zum Alter von 65 Jahren rund 53.000 Euro; Verluste gleicht der Bund jedoch nicht aus. Die Kreditwirtschaft begrüßt das Vorhaben. Der DGB nennt es dagegen eine „Mogelpackung“: Sie „ist keine Rente und verschweigt die sozialen und ethischen Risiken des Kapitalmarkts“. Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband vermisst unabhängige Finanzbildung.

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