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Indiana: Bewährungsausschuss prüft Gnadengesuch – Vater der Opfer bittet um Milde

Vor der für den 5. November geplanten Hinrichtung von Jeffrey Weisheit beginnt in Indiana das Gnadenverfahren. Der Vater der beiden getöteten Kinder spricht sich für lebenslange Haft aus.

Symbolbild: das Kapitol des Bundesstaates Indiana in Indianapolis

Symbolbild · Foto: Diego Delso / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im US-Bundesstaat Indiana hat das Gnadenverfahren für den zum Tode verurteilten Jeffrey Weisheit begonnen. Nach Angaben des Indiana Capital Chronicle will der Bewährungsausschuss den Häftling am heutigen Freitag im Gefängnis von Michigan City anhören; für Montag, den 19. Oktober, ist eine öffentliche Anhörung in Indianapolis angesetzt. Die schriftlichen Unterlagen waren bis Donnerstag einzureichen. Der Ausschuss gibt anschließend eine Empfehlung ab, die letzte Entscheidung liegt bei Gouverneur Mike Braun. Die Hinrichtung per Giftspritze ist für den 5. November angesetzt.

Weisheit war 2013 verurteilt worden, weil er 2010 bei einem Brand in einem Haus in Evansville zwei Geschwister im Alter von acht und fünf Jahren getötet hatte. Laut dem Bericht hat der Vater der Kinder in einer notariell beglaubigten Erklärung um Gnade und eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung gebeten. „Jeffrey, ich vergebe dir“, schrieb er demnach. Er betonte, dass er nur für sich selbst spreche. Beide Eltern reagierten nicht auf Anfragen der Zeitung.

Weisheits Anwälte wollen die Hinrichtung auf den 19. November verschieben lassen, damit neue Hirnscans in die Gnadenentscheidung einfließen können; die Generalstaatsanwaltschaft lehnt das ab. Das Oberste Gericht Indianas wollte die Anhörungen nicht aufschieben, hat über die Verschiebung aber noch nicht entschieden. Braun hatte im vergangenen Jahr zwei Gnadengesuche abgelehnt. Zum Verfahren sagte er laut Medienberichten: „Wir werden es nicht abtun“ – man werde es aber auch nicht verzögern. Es wäre die vierte Hinrichtung in Indiana seit der Wiederaufnahme im Dezember 2024.

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