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Gas aus dem Schwarzen Meer: Türkische Plattform „Osman Gazi“ läuft am Samstag aus

Die schwimmende Förderanlage soll die Produktion im Gasfeld Sakarya von 9,5 auf 20 Millionen Kubikmeter pro Tag verdoppeln. Die Förderung soll 2027 beginnen.

Symbolbild: Gasplattform in der Nordsee

Symbolbild · Foto: Gary Bembridge from London, UK / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Türkei schickt ihre erste schwimmende Gasförder- und Aufbereitungsplattform ins Schwarze Meer. Die „Osman Gazi“ soll am Samstag, 17. Oktober, den Hafen Filyos in der Provinz Zonguldak verlassen und zu ihrem Einsatzort im Gasfeld Sakarya fahren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Das Feld liegt rund 170 Kilometer vor der Küste. Nach Angaben von Anadolu soll die Plattform die heimische Gasförderung aus Sakarya verdoppeln.

Die tägliche Förderung soll von 9,5 auf 20 Millionen Kubikmeter steigen. Die Anlage ist 298,5 Meter lang und 56 Meter breit, bietet Platz für 140 Besatzungsmitglieder und ist für einen Betrieb von 20 Jahren ausgelegt. Sie soll das Gas so aufbereiten, dass es direkt ins nationale Fernleitungsnetz eingespeist werden kann. Das erste Gas soll noch in diesem Jahr gezündet werden, die eigentliche Produktion 2027 beginnen. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte die Plattform im Juli 2024 vorgestellt.

Anadolu beziffert den Wert der Tagesproduktion zu heutigen Preisen auf fast 10 Millionen Dollar, der jährliche Beitrag zur türkischen Wirtschaft liege bei rund 3,5 Milliarden Dollar. Für die Türkei, die einen Großteil ihres Gases importiert, ist Sakarya ein Schlüsselprojekt.

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