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Klingbeil beim IWF in Bangkok: Deutschland beim Wachstum „zurück“

Der Finanzminister setzt auf das Sondervermögen als Konjunkturmotor und spricht von vorsichtigem Optimismus. Mit Russlands Finanzminister beim G20-Treffen redete er nicht.

Archivbild (2021): Lars Klingbeil (SPD)

Archivbild · Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht Deutschland international wieder als Wachstumsland wahrgenommen. Am Rande der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Bangkok sagte er, auch im Ausland werde erkannt, „dass Deutschland zurück ist, was das Wirtschaftswachstum angeht“. Hintergrund ist die angehobene Prognose des IWF: Er erwartet für Deutschland 2026 nun 1,3 statt 0,7 Prozent Wachstum und für 2027 1,1 Prozent. Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr ebenfalls mit 1,3 Prozent.

Als wichtigsten Treiber nannte Klingbeil das Sondervermögen für Infrastruktur – ein Impuls, der „jetzt aber auch genutzt werden“ müsse. Hinzukommen sollen mehr private Investitionen, Bürokratieabbau und mehr private Altersvorsorge. Er sprach von „vorsichtigem Optimismus“, auch weil die Exporte anzögen, und mahnte, die Regierung dürfe bei Reformen nicht nachlassen. Mit Blick auf die US-Handelspolitik sagte er: „Wo eine Tür zugeht, gehen neue wieder auf.“ Viele Länder wollten enger mit Deutschland zusammenarbeiten.

Klingbeil warb in Bangkok zudem bei Partnern außerhalb Europas dafür, sich an der Finanzierung der Ukraine in diesem und im nächsten Jahr zu beteiligen. An einem Treffen der G20-Finanzminister nahm auch der russische Finanzminister teil. „Wir haben nicht geredet“, sagte Klingbeil und betonte, Russland werde am Tisch mit den Europäern nicht wie ein normales G20-Mitglied behandelt.

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