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Kartoffeln 11,3 Prozent teurer: Ernte fällt um fast ein Viertel kleiner aus

Laut Destatis kosteten Speisekartoffeln im September deutlich mehr als vor einem Jahr. Pommes und andere Tiefkühlprodukte wurden dagegen billiger.

Symbolbild: verschiedene Kartoffelsorten an einem Stand auf dem Münchner Viktualienmarkt

Symbolbild · Foto: Daderot / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zahlen für Kartoffeln spürbar mehr. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lagen die Verbraucherpreise für Kartoffeln im September 2026 um 11,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, teilte die Behörde am 15. Oktober mit. Zum Vergleich: Die Inflationsrate insgesamt lag bei 3,3 Prozent, Nahrungsmittel verteuerten sich im Schnitt nur um 0,4 Prozent. Tiefgefrorene Kartoffelprodukte wie Pommes frites wurden dagegen um 4,7 Prozent billiger.

Hintergrund ist eine deutlich kleinere Ernte. Nach vorläufigen Angaben von Destatis werden 2026 rund 10,4 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, 24,8 Prozent weniger als die 13,9 Millionen Tonnen des Vorjahres. Die Anbaufläche schrumpfte um 11,1 Prozent auf 268.300 Hektar, der erwartete Ertrag sank um 15,4 Prozent auf 38,9 Tonnen je Hektar. Bei den Erzeugern stiegen die Preise für Speisekartoffeln im August 2026 um 61,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Knapp wird die Knolle in Deutschland trotzdem nicht: Der Selbstversorgungsgrad lag laut vorläufigen Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 145 Prozent. Deutschland produzierte also deutlich mehr Kartoffeln, als im Inland verbraucht wurden. Insgesamt fielen die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte im August um 7,0 Prozent, pflanzliche Produkte wurden aber um 12,3 Prozent teurer. Wer sparen will, kann Preise je Kilo zwischen Sorten, Packungsgrößen und Geschäften vergleichen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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