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Riad wirft Teheran vor, die Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien anzuheizen

Ein saudischer Vizeminister macht Iran für die jüngste Eskalation der Huthis verantwortlich. Seit über einer Woche greift die Miliz Flughafen, Ölanlagen und Militärziele im Königreich an.

Symbolbild: der internationale Flughafen König Khalid in Riad

Symbolbild · Foto: Kharbaan Ghaltaan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Saudi-Arabien hat Iran beschuldigt, hinter der jüngsten Angriffswelle der jemenitischen Huthi-Miliz zu stehen. „Wir glauben, dass die Eskalation der Huthis in dieser späten Phase des Konflikts von Iran ermutigt wird“, sagte Rayed Krimly, Vizeminister für öffentliche Diplomatie im saudischen Außenministerium, am Donnerstag vor Journalisten. Iran bewaffne, trainiere und unterstütze die Miliz weiterhin – unter Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Teheran sei zudem nicht bereit, im übergeordneten Krieg mit den USA nötige Zugeständnisse zu machen. Iranische Stellen reagierten laut AP zunächst nicht auf Anfragen.

Die Huthis greifen seit mehr als einer Woche den internationalen Flughafen von Riad, die Zentrale des Ölkonzerns Aramco sowie weitere Luftfahrt-, Öl- und Militäreinrichtungen an. Nach Angaben Krimlys wurden mindestens 19 Menschen getötet, darunter Ausländer; er bezeichnete die Angriffe als Kriegsverbrechen. Ein Sprecher der saudisch geführten Koalition sagte, der Flughafen King Khalid sei in diesem Monat 20-mal ins Visier genommen worden. Laut AP legen die Angriffe offen, wie schwer sich Saudi-Arabien mit der Abwehr tut; Riad bitte Verbündete wie die USA um mehr militärische Hilfe.

Krimly sagte, Saudi-Arabien habe den Huthis im Juli ein Treffen im Oman vorgeschlagen. Danach habe die Miliz Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab besetzt; Anfang Oktober startete die Koalition eine Offensive zur Rückeroberung. Irans Außenminister Abbas Araghchi nannte die saudische Blockade gegen die Huthis am Donnerstag ungerecht und illegal. Zwischen Washington und Teheran vermitteln derzeit Katar und Pakistan, unter anderem zur Schifffahrt in der Straße von Hormus.

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