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EZB gibt grünes Licht: Unicredit darf bei der Commerzbank die Kontrolle übernehmen

Die italienische Großbank darf die Schwelle von 30 Prozent überschreiten und ohne Obergrenze weitere Aktien kaufen. Berlin pocht auf Börsennotierung und Sitz in Frankfurt.

Symbolbild: Frankfurter Skyline mit dem Commerzbank-Tower

Symbolbild · Foto: Norbert Nagel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der italienischen Großbank Unicredit erlaubt, bei der Commerzbank die Kontrolle zu übernehmen. Nach Angaben von Unicredit vom Donnerstag darf das Institut die Schwelle von 30 Prozent an der Commerzbank überschreiten und ohne Obergrenze weitere Aktien zukaufen. Die Entscheidung bestätige „die positive Bewertung der Transaktion durch die Europäische Zentralbank“, erklärte Unicredit. Die Begründung der EZB ist nicht öffentlich; EZB und Commerzbank äußerten sich zunächst nicht.

Unicredit hielt laut einem Bericht von Euronews im August 47,59 Prozent der Commerzbank-Aktien, was ohne eigene Aktien der Bank 49,65 Prozent der Stimmrechte entsprach. Die Italiener rechnen damit, gegen Ende 2026 rund 50 Prozent der Stimmrechte zu erreichen; die Kontrolle würde damit ab 2027 greifen. Die EZB soll dem Vorhaben grundsätzlich nicht abgeneigt gewesen sein, aber gewarnt haben, dass die Integration komplex und langwierig werden könne.

Der Bund hält noch rund 12 Prozent an der Commerzbank. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte den Unicredit-Chef im September getroffen und auf Zusagen gedrängt. Es sei für die Bundesregierung von größter Bedeutung, dass die Commerzbank weiterhin die deutsche Wirtschaft finanziere, sagte er laut Euronews. Berlin erwartet, dass die Bank ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Frankfurt bleibt.

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